Einstieg in PyCharm

Einstieg in PyCharm

In der Welt von Python ist PyCharm als die integrierte Entwicklungsumgebung (integrated development environment - IDE) konzipiert, die für jedes erfolgreiche Coding-Projekt notwendig ist.

PyCharm ist eine IDE, die speziell für das Programmieren in Python entworfen wurde. Es ist möglich, Python in einer Reihe von verschiedenen IDEs zu entwickeln, PyCharm ist jedoch die beliebteste. PyCharm wurde von JetBrains entwickelt und bietet eine breite Auswahl an Funktionen, um Anfänger zu unterstützen. Gleichzeitig bietet es fortgeschrittenen Entwicklern auch die Möglichkeit, Themen und Plugins anzupassen.

PyCharm bietet eine Vielfalt an Diensten wie zum Beispiel Datenbank-Tooling, Projektoptionen für Webentwicklung, einen Texteditor für das Programmieren, Syntax-Hervorhebung, Projektnavigation und Code-Vervollständigung. Mit einem integrierten Terminal und einem eingebauten PEP8-basierten Unit-Test-Runner ist PyCharm ein großartiges Werkzeug, mit dem man produktiver programmieren kann.

Einige großartige Merkmale in PyCharm sind:

  • Integrierter Debugger - Ermöglicht einfache Fehlersuche direkt im Editor.
  • Intelligente Refaktorierung - Wenn man eine Variable umbenennt, wird sie im gesamten Projekt umbenannt - Wenn man eine Datei umbenennt, werden auch alle ihre Importe umbenannt.
  • Verhinderung von Code-Duplikation.
  • Warnungen bei nicht-vorhandenen Methoden.
  • PIP-Integration - Erlaubt Modul-Installation aus PyCharm heraus.
  • Ermöglicht die automatische Vervollständigung von Aufgaben, die zuvor bereits eingegeben wurden.

Für PyCharm muss ein Python-Interpreter installiert sein. Python kann über die python.org website installiert werden. Wenn Python installiert wurde, können Sie PyCharm von der Jetbrains site holen. Beide sind einfach und intuitiv zu installieren.

Konfiguration von PyCharm mit der Python-Programmiersprache

Wenn man mit PyCharm anfängt, sollte man sich an einige Empfehlungen halten:

  1. Da Python eine Skriptsprache ist, brauchen Sie einen Interpreter, um den Code in Maschinencode umzusetzen. Also sollten Sie zuerst einen Interpreter aussuchen.
  2. Erstellen Sie eine virtuelle Umgebung, besonders wenn Sie externe Bibliotheken benutzen. Diese sollten Sie durch virtualenvs verwalten. Das hilft Ihnen, die Abhängigkeiten beizubehalten, wenn Sie an verschiedenen Projekten gleichzeitig arbeiten.
  3. Wenn Sie ein einfaches Python-Skript in PyCharm erstellen, werden Ihnen verschiedene Projektvorlagen für die Erstellung von unterschiedlichen Arten von Applikationen vorgeschlagen. Wenn PyCharm ein neues Projekt von einer Projektvorlage erstellt, wird es auch eine dazugehörige Verzeichnisstruktur und Dateien anlegen. Und wenn nötig eine Laufzeitkonfiguration oder –einstellungen erstellen.

Ihr erstes Projekt in PyCharm und Python

  1. Um Ihr erstes Projekt zu schreiben, sollten Sie zuerst eine Python-Datei erstellen. Wählen Sie das Wurzelverzeichnis im Werkzeug-Fenster des Projektes und drücken Sie dann Alt+Einfg. PyCharm erstellt eine neue Python-Datei und öffnet sie zum Bearbeiten.
  2. Wenn Sie in dieser Datei, die Sie gerade erstellt haben, tippen, sollte PyCharm Ihnen Vorschläge zur automatischen Vervollständigung der Zeilen bieten. Für jedes eingegebene Stichwort sollte eine Liste von Vorschlägen erscheinen.
  3. Sie können das Programm, das Sie gerade erstellen, jederzeit mit einem rechten Mausklick aus dem Editor heraus ausführen. Im Kontextmenü wählen Sie „Run Script“ (Skript ausführen). Im Bereich Running können Sie mehr Informationen dazu finden wie Ihr Code konfiguriert werden sollte, wenn er von PyCharm ausgeführt wird.
  4. Wenn Sie Ihr Skript ausführen, erstellt PyCharm eine temporäre Run/Debug Konfiguration. Um diese Konfiguration zu speichern, wählen Sie „Save Configuration“ aus dem Dropdown “Run Configuration” oben rechts im Editor. Hier können Sie einstellen, wie Ihr Programm von PyCharm ausgeführt werden soll.
 

PyCharm vs. IDLE

IDLE ist eine integrierte Entwicklungsumgebung, die kostenlos bei Python mit dabei ist. Sie ist okay, aber nur sehr grundlegend, wohingegen PyCharm ein umfassender Editor ist.

Wie bereits erwähnt, bietet PyCharm viele ausgefeilte Funktionen, so zum Beispiel automatische Vervollständigungsvorschläge, verschiedene Refactoring-Möglichkeiten und die Möglichkeit, Änderungen anzusehen, bevor man sie übernimmt. PyCharm unterstützt auch verschiedene Versionskontrollsysteme wie Mercurial, Git, Subversion und CVS. Dank des  eingebauten Debuggers können Sie auch Laufzeitinformationen nutzen – wie zum Beispiel die Entscheidung welche Arten von Variabeln an welche Funktionen gegeben werden.

Mit all dem Drumherum, dass PyCharm bietet, kann es viel Speicherplatz einnehmen und langsam arbeiten. PyCharm ist teilweise für das GUI-Design kritisiert worden, das sollte Python-Coder jedoch nicht stören.

IDLE auf der anderen Seite ist eine nicht voll ausgereifte IDE. Für Anfänger, die einfache Skripte erstellen möchten, kann IDLE genügen, da es die grundlegenden Funktionen bietet. Die Oberfläche ist jedoch nicht intuitiv, der Debugger nicht vollständig und der Editor bietet nur limitierte Funktionen. Die interaktive Shell ist nur mit Standardbibliotheken nützlich. IDLE ist PyCharm bei Weitem unterlegen.

PyCharm ist in zwei Editionen erhältich: Die kostenfreie Community Edition und die kostenpflichtige Professional Edition. Wenn Sie also eine gute integrierte Entwicklungsumgebung suchen, ist PyCharm die beste Wahl.


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