Anwendergeschichten

Durchblick im Firmennetz

Administratoren, die für eine auf mehrere Firmenstandorte verteilte IT-Landschaft verantwortlich sind, brauchen ein leistungsfähiges Werkzeug, das sie zuverlässig und umgehend bei Problemen alarmiert. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen sollte dieses Werkzeug zudem sehr einfach zu installieren und handhaben sein. Standardpakete zum Systemmanagement wie HP Openview und Tivoli sind dafür meist überdimensioniert und zu komplex. Nicht selten ist der Administrator mit einem unkomplizierten Tool wie WhatsUp Gold besser bedient.

Alle unternehmenskritischen Server, Netzwerkkomponenten und Anwendungen auf einem Bildschirm im Blick - das hat Volker Neumeyer, der IT-Leiter der August Krempel & Soehne GmbH + Co. Von seinem Arbeitsplatz am Firmenhauptsitz in Vaihingen/Enz in der Nähe von Stuttgart aus überwacht er zentral alle Systeme an den derzeit vier Standorten des Unternehmens in Deutschland. Möglich macht das die Software WhatsUp Gold von der Firma Ipswitch, die ihm alle überwachten Komponenten des Firmennetzwerks in einer übersichtlichen grafischen Anzeige auf den Bildschirm seiner Workstation bringt.

Das mittelständische Unternehmen beschäftigt in Deutschland zur Zeit rund 350 Mitarbeiter. Mit seinen Elektroisolierstoffen, Verbundwerkstoffen und Basismaterialien – beispielsweise für Smartcards und für die Solartechnik – ist Krempel Marktführer in verschiedenen Spezialmärkten. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen der Elektroindustrie, der Kunststofftechnik, der Luft- und Raumfahrt sowie des Maschinen- und Gerätebaus aus aller Welt. Anfang September hat das Unternehmen zudem zwei auf ihren Gebieten führende Hersteller aus Großbritannien übernommen, um so seine Produktpalette im Bereich Elektroisolier- und Verbundwerkstoffe abzurunden. Damit beschäftigt die Krempel-Firmengruppe nun weltweit rund 700 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von mehr als 160 Millionen Mark.

Die IT-Abteilung von Volker Neumeyer betreut zur Zeit die gesamte EDV an den vier Firmenstandorten in Deutschland. Von der Firmenzentrale aus werden sämtliche kritischen Systeme in der Zentrale selbst sowie an den übrigen Standorten in Baden-Württemberg und Sachsen überwacht.

Die Monitoring-Software WhatsUp Gold fragt dazu in frei definierbaren Intervallen den Status der einzelnen Geräte ab und zeigt ihn in grafischer Form an: Geräte und Verbindungen, die ordnungsgemäß funktionieren, werden durch grüne Symbole dargestellt. Elemente, die innerhalb einer vordefinierten Zeit nicht auf Anfragen von WhatsUp Gold reagieren, erscheinen in Gelb, komplett ausgefallene in Rot. Ist eine wichtige Komponente eine bestimmte Zeit lang nicht mehr verfügbar, erhält Volker Neumeyer eine Email, die automatisch als SMS-Nachricht auf sein Handy weitergeleitet wird. So ist er in der Regel bereits über Probleme informiert und kann eingreifen, bevor einer der Anwender anruft.

„Durch die erstklassige grafische Darstellung in WhatsUp Gold lassen sich auftretende Fehler sehr schnell eingrenzen.“, erklärt Volker Neumeyer. „So erkennt man sofort, warum etwa ein bestimmter Server nicht erreichbar ist - ob es zum Beispiel an der Standleitung zum Server, an einer Verbindung im standorteigenen Netzwerk oder aber am Server selbst liegt. Mit Hilfe von WhatsUp Gold lassen sich somit die Ausfallzeiten erheblich verringern.“

Neben allen Servern, Routern und Switches überprüft WhatsUp Gold auch die für den Betrieb bei Krempel kritischen Anwendungen wie die Email-Server und Datenbanken, darunter das mehrere Gigabyte umfassende PPS-System (Produktionsplanung und -steuerung), das auf Oracle- und Gupta-Datenbanken basiert. Mit entscheidend bei der Wahl der Software war, dass WhatsUp Gold alle für die Netzwerkinfrastruktur bei Krempel relevanten Protokolle unterstützt: So setzt Krempel neben den Internet- und Intranet-Protokollen TCP/IP und ICMP (Internet Control Message Protocol) auch noch auf die beiden „älteren“ Protokolle IPX/SPX und Netbios. IPX/SPX wird für die Printserver und einige Anwendungen benötigt, darunter das Qualitätssicherungssystem, das auf einer Datenbank von Sybase basiert; Netbios ist für einige Spezialanwendungen, etwa das Electronic-Banking-System, erforderlich. 

Dass man WhatsUp Gold in einem Unternehmen mit der Größe von Krempel nicht nur zum Monitoring der unternehmenskritischen Netzwerkkomponenten und Anwendungen einsetzen kann, belegt ein zweiter Überwachungsbildschirm in Volker Neumeyers Rechnerraum: Hier werden die Netzwerkdrucker sowie sämtliche Client-PCs in allen vier Standorten angezeigt. Volker Neumeyer erfährt so meist schon, bevor einer der Anwender reklamiert, dass zum Beispiel einer der Drucker nicht mehr läuft. Er kann dann mit Hilfe der zu den Printservern von Hewlett-Packard gehörigen Diagnosesoftware feststellen, wo das Problem liegt und dieses nach Möglichkeit beheben. Zur Diagnose von Problemen mit Servern, Routern und Switches nutzt Krempel die mit dem jeweiligen Geräten, etwa den Servern von Compaq, gelieferte Software.

Wie praxisnah WhatsUp Gold konzipiert ist, zeigt sich unter anderem daran, dass sich für Systeme, die über das WAN überwacht werden, andere Polling-Frequenzen einstellen lassen als für Komponenten, die sich im lokalen Netz befinden. Damit lässt sich eine übermäßige Inanspruchnahme der teuren Fernverbindungen vermeiden. Die Bandbreitenbelastung durch WhatsUp Gold liegt Volker Neumeyer zufolge bei Krempel unter einem Prozent. Der Auslastungsgrad wird im Wesentlichen durch die Konfiguration der Monitoring-Software bestimmt und lässt sich durch eine umsichtige Planung und Konfiguration des Netzwerks so niedrig halten, dass sie wie bei Krempel nicht ins Gewicht fällt. 

Zusätzlich nutzt Volker Neumeyer WhatsUp Gold als grafisches Planungstool. Dafür ist die Software zwar eigentlich gar nicht gedacht, aber es lassen sich damit nicht nur die Strukturen eines vorhandenen Netzwerks, sondern auch die eines geplanten Netzwerksegments sehr einfach grafisch aus dem Baukastensystem zusammensetzen. 

Krempel setzt bereits seit Anfang 1998 auf WhatsUp Gold. Angefangen hat man mit Version 3.5 des Überwachungstools, heute läuft bei dem mittelständischen Unternehmen die aktuelle Version 5.01. Die Entscheidung für WhatsUp Gold fiel, nachdem sich die IT-Abteilung von Krempel eine Reihe anderer Systeme angesehen hatte, darunter weitverbreitete Systeme wie HP Openview und Tivoli. Anders als diese beschränkt sich WhatsUp Gold allerdings auf die reine Überwachung und grafische Darstellung. Das hat den Vorteil, dass sich die Software - wie im Fall Krempel - sehr schnell ohne externe Hilfe installieren und in Betrieb nehmen lässt und man nicht Wochen braucht, um sie produktiv einsetzen zu können. „WhatsUp Gold gehört zu den wenigen Programmen, mit denen wir rundum zufrieden sind. Die Software war völlig problemlos zu installieren. Bereits nach wenigen Stunden konnten wir alle wichtigen Server damit überwachen.“, bestätigt Volker Neumeyer. Außerdem lobt der IT-Leiter von Krempel die hohe Stabilität der Software: „Das Programm ist uns noch kein einziges Mal abgestürzt.“ Schließlich kann einem Administrator kaum etwas Schlimmeres passieren, als dass das Überwachungstool ausfällt.

Bei Krempel ist man so zufrieden mit der Software, dass man sie auch in Großbritannien an den Standorten der von Krempel im September übernommenen Unternehmen einsetzen will.